Der Trollsund - wo Heilbutt-Träume war werden.
Der Trollsund - eine Meerenge zwischen Rolvsoya und der benachbarten Insel Ingoya ist wohl die Heilbuttsensation
der vergangenen Saison. Schaut man sich die topographischen Gegebenheiten einmal etwas genauer an, wird schnell
klar warum dies so ist: Zum einen aufgrund seiner geografischen Lage sehr hoch im Norden auf 71° N und zudem
relativ weit draußen vor der Küste.
Zum anderen aufgrund seiner Tiefenstruktur - gerade einmal gut 50 Meter im Ausgangsbereich und dann langsam
ausebbend bis auf unter 10 Meter Wassertiefe. Auf beiden Seiten des Trollsundes fällt der Meeresgrund jedoch
bis auf über 200 Meter ab, was zu enorm starken Gezeitenströmen führt - und starke Strömungen mag der Heilbutt
bekanntlich. Nicht zuletzt bietet der Gewässergrund - überwiegend sandig/kiesiger Boden, durchzogen von einigen
Muschelbänken und Krautfeldern - dem Heilbutt optimale Lebensbedingungen.
Das Interessante ist, dass die Butte hier in allen Größen vorkommen. Von Kleinfischen im Bereich 50-70 cm
(welche unbedingt zurückzusetzen sind!!), über gut maßige Fische von 6-10 kg, bis hin zu Platten von 20, 30, 50 kg
oder sogar noch kapitaler.
Die Heilbuttfänge der vergangenen Jahre waren wirklich sensationell - bereits 2005
wurden zahlreiche Flachmänner bis zu 140 Pfund gelandet, woraufhin wir im Sommer
2006 eine weitere Tour organisiert hatten, bei der 13 aktive Angler 8 Tage lang den
Heilbutten gezielt nachstellten. Das Ergebnis war beeindruckend, auch wenn sich die
Flachmänner natürlich nicht so einfach fangen ließen: Insgesamt 96 Heilbutte konnten
von den Anglern gelandet werden. Der größte wog 90 Pfund, gefolgt von einem 53 Pfünder,
einem 50 Pfünder sowie diversen zwischen 20 und 30 Pfund. Ein schätzungsweise 80 Pfund
schwerer Butt ging leider bei der Landung verloren. Und auch 2007 war es nicht schlechter - erneut
waren Brocken bis 126 Pfund dabei. Wo sonst -außer vielleicht in Alaska - kann man schon solche Ergebnisse erzielen?
Wenn man hierbei bedenkt, dass bislang kaum Angler vor
Ort waren, kann man sicherlich in der Zukunft noch einiges
erwarten. Die Kapazitäten sind allerdings sehr begrenzt -
es gibt nur wenige Unterkünfte und Boote vor Ort. Planen
Sie Ihre Tour daher bitte rechtzeitig.